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Was versteht man unter EST (Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining)

Das Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining (EST) nach Berit Menke und Stefanie Otte-Löcker

ist ein Gruppentraining für Kinder im Grundschulalter, mit durchschnittlicher Intelligenz, die bereits lesen können

Eltern sollen zur aktiven Mitarbeit motiviert sein.

Zunächst finden mindesten 10 vorbereitende Einzeltherapien statt;

Die Gruppengröße liegt bei 6 Kindern und 2 Therapeuten

Es finden 14 für die Kinder à 90 Min. statt. In den letzten 15 Min. findet ein separates Elterngruppengespräch statt.

Zusätzlich werden 1-2 begleitende Elternabende angeboten.

 

Gemeinsam mit den Eltern und dem Kind findet am Ende des Trainings ein Abschlussgespräch statt.

Inhalte der Gruppentherapie:

  • Kennenlernen, Regeln, Vertrag, Gruppenziele
  • Gutes Zuhören
  • Ressourcen und Stärken (ich weiß, was ich kann und mag)
  • Gesprächsregeln (gut zuhören und sich mitteilen)
  • Grenzen setzen und die Grenzen anderer respektieren
  • Selbstregulation (mit Wut umgehen)
  • Ruhig-mach-Tricks
  • Mut-mach-Tricks
  • Hilfe holen und anderen helfen
  • Freundschaft und Vertrauen
  • Gefühle erkennen
  • Strategien zur Konfliktbewältigung
  • Rollenspiele (eventuell mit Video gestützt)
  • Abschluss mit Siegerehrung und Feier

 

Mehr Infos auch unter soziale Kompetenzgruppen!

 

Was versteht man unter dem Wunstorfer Konzept?

Das Wunstorfer Konzept (entwickelt von Britta Winter)

ist ein multimodaler, zielorientierter Ansatz zur Behandlung von Kindern und Beratung der Eltern.

Anwendungsbereiche des Wunstorfer Konzept:

Behandlung von Kindern mit

– Konzentration-und Aufmerksamkeitsstörung
– ADS/ADHS
– Probleme im Bereich der sozialen Kompetenz
– Probleme in der Selbstregulierung
– Wahrnehmnungsstörungen
– UEMF (umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktionen)

Es geht darum, dass die Kinder Strategien erlernen, um Handlungskompetenz für ihre Betätigungsbedürfnisse zu erwerben und diese auf andere Tätigkeiten übertragen können.
Die Anwesenheit der Eltern während der Therapie ist dabei sehr wichtig.

Das Wunstorfer Konzept beinhaltet mehrere Module

– Wunstorfer Basistraining
– ergotherapeutisches Elterntraining (ETET)
– Umfeldberatung (Kindergarten/Schule)

Was versteht man unter Marburger Konzentrationstraining MKT

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) nach Krowatschek ist ein anerkanntes Verfahren für Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und Hyperaktivität, welches in unserer Praxis überwiegend als Gruppentraining angeboten wird.

(c)by_Stepfanie-Hofschlaeger_pixelio.de

Es ist ein Gruppentraining für Kinder ab dem Vorschulalter bis ca. 12. Lebensjahr.

Nach einer individuellen Befunderhebung werden die Gruppen altersspezifisch und entwicklungsgemäß zusammengestellt und haben eine Größe von 4 bis maximal 9 Kindern.

Je nach Gruppengröße werden sie von 1-2 Ergotherapeuten angeleitet. In der Regel finden 15 Gruppenstunden à 90 Minuten und 2 Elternabende statt. Zusätzlich gibt es für jedes Kind ein individuelles Zwischen- und Abschlussgespräch.

 

Während der Gruppentherapie werden vor allem folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Handeln im sozialen Kontext
  • Strukturierung und Selbstinstruktion
  • Selbst- und Fremdreflexion
  • Handlungskompetenz

 

(c)by_Stepfanie-Hofschlaeger_pixelio.de

In unseren Trainingsgruppen sollen die Kinder ein angemessenes Verhalten in einer Gruppe erlernen. Die Impulskontrolle wird verbessert und sie lernen sich untereinander besser wahrzunehmen, sich zu reflektieren und zu strukturieren. Handlungsplanung und Arbeitsstrategien werden erarbeitet. Die positive Verstärkung wird dabei genutzt.

Der Ablauf der Gruppenstunde enthält immer die gleichen Bausteine und wird somit für die Kinder berechenbar. Die Inhalte der Bausteine ändern sich jedoch regelmäßig. Die Gruppenstunden verlaufen nach klaren Regeln und Strukturen, die ständig wiederkehren. Im Verlauf eine Stunde wechseln sich Gesprächsrunden, dynamisches Spiel, Entspannungsübungen und konzentrierte Tätigkeit ab.

In den Elternabenden wird die Arbeit in der Gruppe und deren Inhalte für die Eltern transparent gemacht. Es wird zum Beispiel über Themen wie Konzentration und Hausaufgaben informiert und es werden Tipps zur Alltagsgestaltung gegeben. Außerdem besteht für die Eltern die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen.

Was versteht man unter Soziale Kompetenzgruppe?

Soziale Kompetenzgruppe

ist ein Gruppentraining für Kinder vom Vorschulalter bis zum 12. Lebensjahr. Die Gruppen werden alters- und entwicklungsgemäß zusammengestellt und haben eine Größe von 4 bis maximal 8 Kindern. Je nach Gruppengröße werden sie von 1-2 Ergotherapeuten angeleitet.

Kinder und Jugendliche mit z.B. sozialen Ängsten, aggressivem oder impulsivem Verhalten, machen Frustrationserfahrungen bzw. haben Konflikte mit Gleichaltrigen und/oder Familienangehörigen. Dadurch wird die Alltagsbewältigung erschwert.

Mit Hilfe des sozialen Kompetenztrainings sollen diese Kinder unter Anleitung Möglichkeiten kennen lernen, wie sie mit anderen Kindern oder Erwachsenen besser zurecht kommen. Sie lernen Methoden ihre Mitmenschen besser wahrzunehmen und eigene Wünsche und Bedürfnisse besser auszudrücken. Ebenso bekommen sie die Möglichkeit andere Verhaltensweisen zu entwickeln und auszuprobieren.

Das soziale Kompetenztraining umfasst, nach einer individuellen Befunderhebung, 10 Gruppenstunden à 90 Minuten. Außerdem gehören 1-2 Elternabende und ein Abschlussgespräch für jede Familie dazu.

Unser Kompetenztraining beruht auf anerkannten Verfahren wie das Marburger Verhaltenstraining (Krowatschek), das Training sozialer Fertigkeiten (Beck et al.) und einem Sozialtraining für Vorschulkinder (Hillenbrand et al), je nach Gruppe, Therapeut  und individuellen Anforderungen kommt ein Therapiehund zum Einsatz.

Mit dem Training werden die Alltagskompetenzen für Umgang mit anderen Menschen erweitert.

Siehe auch EST (ergotherapeutischens Sozialkompetenztraining)

Was versteht man unter WHEDA?

WHEDA

Wirksame häusliche Ergotherapie für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

WHEDA  ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Programm für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung

Neue Therapieansätze der Ergotherapie bei an Demenz erkrankten Menschen gehen von einer besseren Wirksamkeit durch die häusliche Therapie unter Einbeziehung der pflegenden Angehörigen aus.

Der WHEDA – Ansatz berücksichtigt, dass die  ergotherapeutische Behandlung von Menschen mit Demenz vielschichtig und anspruchsvoll ist. Als ErgotherapeutInnen sind wir mit einer Vielzahl von Erwartungen und Anforderungen seitens der Betroffenen aber auch ihrer Angehörigen konfrontiert.

Die Behandlung nach dem WHEDA-Konzept ist konzipiert auf ca. 10 – 20 psychisch-funktionelle Ergotherapie-Einheiten. Danach sollte die Ergotherapie erst einmal beendet werden und das Erreichte im familiären Kontext umgesetzt werden.

Aktuelle Kurse zu WHEDA.

Was versteht man unter Marte Meo?

MARTE MEO ®

ist eine ressourcenorientierte Beratung zur Entwicklungsunterstützung mit Hilfe von Videos.

Das Ziel ist Kinder bzw. Erwachsene zu befähigen, aus eigener Kraft handeln, interagieren und kommunizieren zu können. Durch das Erleben bzw. Entwickeln ihrer Potentiale, können sie selbstbewusster durchs Leben gehen.

Wir bieten Marte Meo ® Beratungen an bei/für

–         sensiblen, unruhigen Babies und Kleinkindern.

–         motorisch entwicklungsverzögerten/-gestörten Kindern.

–         sprachlich entwicklungsverzögerten/-gestörten Kindern.

–         Kindern mit ADS oder ADHS.

–         Kindern mit Autismus.

–         Kindern mit Syndromerkrankungen.

–         Angehörige von betreuungsbedürftigen Menschen.

–         professionelle Kräfte, die mit obengenannten Menschen arbeiten.

Diese Beratung kann unterstützen

–       Babys und Kleinkinder besser zu verstehen und ihnen zu helfen, sich ausgeglichener zu fühlen.

–       den Familienalltag zu entspannen (Essenssituation, Umgang von Geschwistern untereinander, gemeinsames Spiel…)

–       die Hausaufgaben stressfreier zu erledigen.

–       länger an/bei einer Sache zu bleiben.

–       sich kooperativ zu verhalten.

–       sich sprachlich zu entwickeln.

–       selbständiger zu werden.

–       selbstbewusster zu werden.

–       den Alltag mit zu betreuenden Menschen positiver zu gestalten, z.B. im Umgang mit Menschen mit Demenz.

Wie wird bei Marte Meo ® gearbeitet?

Es werden Kinder und Erwachsene beraten.

Ein Kind wird z.B. alleine oder gemeinsam mit Bezugspersonen wie Eltern, Großeltern, Geschwistern u.a.m. beraten. Die Grundlage für die Beratung bilden Videos, die möglichst in Alltagssituationen gefilmt werden, wie z.B. in der Hausaufgabensituation oder im Spiel mit anderen oder bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger.

Zu Beginn der Arbeit wird der Auftrag bzw. das Anliegen geklärt.

Anhand des ersten Videos ermittelt die Marte Meo ®Therapeutin die Entwicklungsbedürfnisse des Klienten und sie sucht einige Video-Ausschnitte heraus, an denen sie zeigen kann, welche positiven Handlungsweisen bereits vorhanden sind und wie die Entwicklung sinnvoll unterstützt werden kann.

Diese Ausschnitte werden kleinschrittig in der Beratung angeschaut, um die Kraft der Bilder zu nutzen. Die Wirkung des eigenen Handelns kann auf diese Weise intensiv erkannt und verinnerlicht werden. Durch das wertschätzende Vorgehen und das Herausheben von Stärken werden die Klienten ermutigt, positives, entwicklungsförderndes Verhalten gegenüber sich selbst oder im Kontakt mit anderen öfter zu zeigen. Sie können ihre eigene Goldmine entdecken.

In der Regel besteht die videogestützte Beratung zu einem Anliegen aus mind. 3 Terminen. Dafür bildet jeweils ein neuer Film die Grundlage. Diese kurzen Filme drehen Sie idealerweise zu Hause und stellen sie der Marte Meo ®Therapeutin (z.B. per Stick) zur Analyse zwischen den Beratungsterminen zur Verfügung. Es ist auch möglich, dass Videos in der Praxis gefilmt werden.

Bei weiterem Informationsbedarf wenden Sie sich bitte an unser Büro.

 

Entwickelt wurde diese Methode in den 80er Jahren in Holland von der Pädagogin Maria Aarts. Der Ursprung liegt in der Arbeit mit autistischen Menschen.

Sie lehrt und arbeitet bis heute in der ganzen Welt.

Inzwischen wird die Methode immer weiterentwickelt und in viele Kontexte übertragen.

Die Umsetzung findet durch Marte Meo®Practitioner in den Bereichen von Therapie, Kindergarten, Schule, Pflegeeinrichtungen und Wohnheimen statt.

Die Beratung für einzelne Personen wie Eltern, Kinder, ErzieherInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen, Pflegepersonal, Paare, u.a…… wird durch Marte Meo ® Therapeuten, Marte Meo ® ColleguetrainerInnen bzw. SupervisorInnen umgesetzt.

Was versteht man unter Spiegeltherapie?

Spiegeltherapie

Die Rehabilitation der Arm- und Handfunktionen z.B. nach einem Schlaganfall stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Während sich die Funktionen des Beines meist relativ gut regenerieren, bleibt in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall der betroffene Arm a-funktionell. Unter anderem darum werden neue Therapiemethoden wie z.B. Video- oder Spiegeltherapie wissenschaftlich erforscht. Spiegeltherapie ist eine relativ einfach auszuführende, neue kognitive Therapiemethode, die auf verschiedene Krankheitsbilder anwendbar ist. Hierzu gehören der Schlaganfall, (Phantom)schmerzen nach Amputationen, das Sudeck-Syndrom und andere  periphere Schmerzzustände. In mehreren klinischen Studien wurde bereits ein positiver Effekt der Therapie nachgewiesen indegenerique.be.

Nähere Informationen auch unter: http://www.spiegeltherapie.com

Was versteht man unter Therapie nach Amputation und Prothesenversorgung?

Therapie nach Amputation und Prothesenversorgung

In der Ergotherapie wird begleitend zur Prothesenversorgung  in enger Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und Therapeuten, sowie dem Orthopädiemechaniker gearbeitet.

Das übergeordnete Ziel ist das Wiedererlangen der größtmöglichen Selbständigkeit im täglichen Leben!

Therapieschwerpunkte sind:

  • Stumpfabhärtung
  • Stumpfformung mittels Wickeln
  • Narbenbehandlung
  • positives Beeinflussen des Phantomgefühls
  • Erhalt und Förderung der Beweglichkeit umgebender Strukturen
  • Kräftigung der Muskulatur als Ausgangsvoraussetzung zum Tragen und Ansteuern einer Prothese
  • Prothesengebrauchsschulung
  • selbständiges An – und Ausziehen der Prothese
  • gezieltes Ansteuerungstraining mit Prothese
  • Training differenzierter Bewegungen und Kraftdosierung (Geschicklichkeit und Reaktion)
  • Alltagstraining (Essen, Anziehen, Haushalt etc.)
  • Hilfsmittelberatung, -entwicklung, oder- Adaption, sowie das Üben des Gebrauchs
  • Berufsspezifische Beratung und Training beruflicher Tätigkeiten

Prothesentraining nach

  • Amputation durch Unfälle
  • Amputation bei Erkrankungen
  • angeborenen Fehlbildungen

Was versteht man unter Craniosacrale Therapie?

Craniosacrale Therapie

In der Craniosacral Therapie arbeitet der/die TherapeutIn mit kaum wahrnehmbaren Manipulationen im Bereich von Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein.
Er/sie arbeitet im Einklang mit körpereigenen Selbstregulierungsmechanismen und unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Eine Vielzahl von Erkrankungen wie z. B. Kopfschmerzen, Nervenirritationen im Bereich der Wirbelsäule oder auch psychosomatische Erkrankungen lassen sich mit der Craniosacral Therapie erfolgreich behandeln.

Was versteht man unter Tiergestützte Therapie?

Tiergestützte Therapie

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die tiergestützte Therapie positiv auf den Gesundheitsprozess eines Menschen ausweitet. Das Tier dient nicht als therapeutisches Allheilmittel, sondern er kann nur in enger Zusammenarbeit mit seinen Menschen (als Team) seine Aufgabe optimal erfüllen. Der Therapiebegleithund wird im Gegensatz zu einem Besuchshund speziell ausgebildet und geprüft.

Ein paar beispielhafte Therapien oder Ideen:

  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Verbesserung von Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie     Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Erreichen einer positiven Grundstimmung

Bei der Arbeit in der Gruppe:

  • fördert Teamwork
  • hilft neue Herausforderungen zu bieten
  • beschäftigt und festigt die Gruppe

Bei der Arbeit mit dem Tier steht nicht das Problem des Patienten, sondern das Tier im Vordergrund. Es ist höchst motivierend, wertet nicht und lässt die eigenen Schwierigkeiten für eine Weile vergessen.

Wir haben ein neues Therapiebegleithund -Team

Kerstin Ohletz und Monty sind unser neues Therapiebegleithund-Team

Zusammen haben sie die Ausbildung der Steinfurter Pädagogik „Therapiebegleithundmethode“ nach den Richtlinien des TBD e.V. (Berufsverband der Therapiebegleithunde Deutschland e.V.) gemacht.