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Das Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining (EST) nach Berit Menke und Stefanie Otte-Löcker

ist ein Gruppentraining für Kinder im Grundschulalter, mit durchschnittlicher Intelligenz, die bereits lesen können

Eltern sollen zur aktiven Mitarbeit motiviert sein.

Zunächst finden mindesten 10 vorbereitende Einzeltherapien statt;

Die Gruppengröße liegt bei 6 Kindern und 2 Therapeuten

Es finden 14 für die Kinder à 90 Min. statt. In den letzten 15 Min. findet ein separates Elterngruppengespräch statt.

Zusätzlich werden 1-2 begleitende Elternabende angeboten.

 

Gemeinsam mit den Eltern und dem Kind findet am Ende des Trainings ein Abschlussgespräch statt.

Inhalte der Gruppentherapie:

  • Kennenlernen, Regeln, Vertrag, Gruppenziele
  • Gutes Zuhören
  • Ressourcen und Stärken (ich weiß, was ich kann und mag)
  • Gesprächsregeln (gut zuhören und sich mitteilen)
  • Grenzen setzen und die Grenzen anderer respektieren
  • Selbstregulation (mit Wut umgehen)
  • Ruhig-mach-Tricks
  • Mut-mach-Tricks
  • Hilfe holen und anderen helfen
  • Freundschaft und Vertrauen
  • Gefühle erkennen
  • Strategien zur Konfliktbewältigung
  • Rollenspiele (eventuell mit Video gestützt)
  • Abschluss mit Siegerehrung und Feier

 

Mehr Infos auch unter soziale Kompetenzgruppen!

 

Das Wunstorfer Konzept (entwickelt von Britta Winter)

ist ein multimodaler, zielorientierter Ansatz zur Behandlung von Kindern und Beratung der Eltern.

Anwendungsbereiche des Wunstorfer Konzept:

Behandlung von Kindern mit

– Konzentration-und Aufmerksamkeitsstörung
– ADS/ADHS
– Probleme im Bereich der sozialen Kompetenz
– Probleme in der Selbstregulierung
– Wahrnehmnungsstörungen
– UEMF (umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktionen)

Es geht darum, dass die Kinder Strategien erlernen, um Handlungskompetenz für ihre Betätigungsbedürfnisse zu erwerben und diese auf andere Tätigkeiten übertragen können.
Die Anwesenheit der Eltern während der Therapie ist dabei sehr wichtig.

Das Wunstorfer Konzept beinhaltet mehrere Module

– Wunstorfer Basistraining
– ergotherapeutisches Elterntraining (ETET)
– Umfeldberatung (Kindergarten/Schule)

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) nach Krowatschek ist ein anerkanntes Verfahren für Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und Hyperaktivität, welches in unserer Praxis überwiegend als Gruppentraining angeboten wird.

(c)by_Stepfanie-Hofschlaeger_pixelio.de

Es ist ein Gruppentraining für Kinder ab dem Vorschulalter bis ca. 12. Lebensjahr.

Nach einer individuellen Befunderhebung werden die Gruppen altersspezifisch und entwicklungsgemäß zusammengestellt und haben eine Größe von 4 bis maximal 9 Kindern.

Je nach Gruppengröße werden sie von 1-2 Ergotherapeuten angeleitet. In der Regel finden 15 Gruppenstunden à 90 Minuten und 2 Elternabende statt. Zusätzlich gibt es für jedes Kind ein individuelles Zwischen- und Abschlussgespräch.

 

Während der Gruppentherapie werden vor allem folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Handeln im sozialen Kontext
  • Strukturierung und Selbstinstruktion
  • Selbst- und Fremdreflexion
  • Handlungskompetenz

 

(c)by_Stepfanie-Hofschlaeger_pixelio.de

In unseren Trainingsgruppen sollen die Kinder ein angemessenes Verhalten in einer Gruppe erlernen. Die Impulskontrolle wird verbessert und sie lernen sich untereinander besser wahrzunehmen, sich zu reflektieren und zu strukturieren. Handlungsplanung und Arbeitsstrategien werden erarbeitet. Die positive Verstärkung wird dabei genutzt.

Der Ablauf der Gruppenstunde enthält immer die gleichen Bausteine und wird somit für die Kinder berechenbar. Die Inhalte der Bausteine ändern sich jedoch regelmäßig. Die Gruppenstunden verlaufen nach klaren Regeln und Strukturen, die ständig wiederkehren. Im Verlauf eine Stunde wechseln sich Gesprächsrunden, dynamisches Spiel, Entspannungsübungen und konzentrierte Tätigkeit ab.

In den Elternabenden wird die Arbeit in der Gruppe und deren Inhalte für die Eltern transparent gemacht. Es wird zum Beispiel über Themen wie Konzentration und Hausaufgaben informiert und es werden Tipps zur Alltagsgestaltung gegeben. Außerdem besteht für die Eltern die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen.

Soziale Kompetenzgruppe

ist ein Gruppentraining für Kinder vom Vorschulalter bis zum 12. Lebensjahr. Die Gruppen werden alters- und entwicklungsgemäß zusammengestellt und haben eine Größe von 4 bis maximal 8 Kindern. Je nach Gruppengröße werden sie von 1-2 Ergotherapeuten angeleitet.

Kinder und Jugendliche mit z.B. sozialen Ängsten, aggressivem oder impulsivem Verhalten, machen Frustrationserfahrungen bzw. haben Konflikte mit Gleichaltrigen und/oder Familienangehörigen. Dadurch wird die Alltagsbewältigung erschwert.

Mit Hilfe des sozialen Kompetenztrainings sollen diese Kinder unter Anleitung Möglichkeiten kennen lernen, wie sie mit anderen Kindern oder Erwachsenen besser zurecht kommen. Sie lernen Methoden ihre Mitmenschen besser wahrzunehmen und eigene Wünsche und Bedürfnisse besser auszudrücken. Ebenso bekommen sie die Möglichkeit andere Verhaltensweisen zu entwickeln und auszuprobieren.

Das soziale Kompetenztraining umfasst, nach einer individuellen Befunderhebung, 10 Gruppenstunden à 90 Minuten. Außerdem gehören 1-2 Elternabende und ein Abschlussgespräch für jede Familie dazu.

Unser Kompetenztraining beruht auf anerkannten Verfahren wie das Marburger Verhaltenstraining (Krowatschek), das Training sozialer Fertigkeiten (Beck et al.) und einem Sozialtraining für Vorschulkinder (Hillenbrand et al), je nach Gruppe, Therapeut  und individuellen Anforderungen kommt ein Therapiehund zum Einsatz.

Mit dem Training werden die Alltagskompetenzen für Umgang mit anderen Menschen erweitert.

Siehe auch EST (ergotherapeutischens Sozialkompetenztraining)

WHEDA

Wirksame häusliche Ergotherapie für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

WHEDA  ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Programm für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung

Neue Therapieansätze der Ergotherapie bei an Demenz erkrankten Menschen gehen von einer besseren Wirksamkeit durch die häusliche Therapie unter Einbeziehung der pflegenden Angehörigen aus.

Der WHEDA – Ansatz berücksichtigt, dass die  ergotherapeutische Behandlung von Menschen mit Demenz vielschichtig und anspruchsvoll ist. Als ErgotherapeutInnen sind wir mit einer Vielzahl von Erwartungen und Anforderungen seitens der Betroffenen aber auch ihrer Angehörigen konfrontiert.

Die Behandlung nach dem WHEDA-Konzept ist konzipiert auf ca. 10 – 20 psychisch-funktionelle Ergotherapie-Einheiten. Danach sollte die Ergotherapie erst einmal beendet werden und das Erreichte im familiären Kontext umgesetzt werden.

Aktuelle Kurse zu WHEDA.

MARTE MEO ®

ist eine ressourcenorientierte Beratung zur Entwicklungsunterstützung mit Hilfe von Videos.

Das Ziel ist Kinder bzw. Erwachsene zu befähigen, aus eigener Kraft handeln, interagieren und kommunizieren zu können. Durch das Erleben bzw. Entwickeln ihrer Potentiale, können sie selbstbewusster durchs Leben gehen.

Wir bieten Marte Meo ® Beratungen an bei/für

–         sensiblen, unruhigen Babies und Kleinkindern.

–         motorisch entwicklungsverzögerten/-gestörten Kindern.

–         sprachlich entwicklungsverzögerten/-gestörten Kindern.

–         Kindern mit ADS oder ADHS.

–         Kindern mit Autismus.

–         Kindern mit Syndromerkrankungen.

–         Angehörige von betreuungsbedürftigen Menschen.

–         professionelle Kräfte, die mit obengenannten Menschen arbeiten.

Diese Beratung kann unterstützen

–       Babys und Kleinkinder besser zu verstehen und ihnen zu helfen, sich ausgeglichener zu fühlen.

–       den Familienalltag zu entspannen (Essenssituation, Umgang von Geschwistern untereinander, gemeinsames Spiel…)

–       die Hausaufgaben stressfreier zu erledigen.

–       länger an/bei einer Sache zu bleiben.

–       sich kooperativ zu verhalten.

–       sich sprachlich zu entwickeln.

–       selbständiger zu werden.

–       selbstbewusster zu werden.

–       den Alltag mit zu betreuenden Menschen positiver zu gestalten, z.B. im Umgang mit Menschen mit Demenz.

Wie wird bei Marte Meo ® gearbeitet?

Es werden Kinder und Erwachsene beraten.

Ein Kind wird z.B. alleine oder gemeinsam mit Bezugspersonen wie Eltern, Großeltern, Geschwistern u.a.m. beraten. Die Grundlage für die Beratung bilden Videos, die möglichst in Alltagssituationen gefilmt werden, wie z.B. in der Hausaufgabensituation oder im Spiel mit anderen oder bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger.

Zu Beginn der Arbeit wird der Auftrag bzw. das Anliegen geklärt.

Anhand des ersten Videos ermittelt die Marte Meo ®Therapeutin die Entwicklungsbedürfnisse des Klienten und sie sucht einige Video-Ausschnitte heraus, an denen sie zeigen kann, welche positiven Handlungsweisen bereits vorhanden sind und wie die Entwicklung sinnvoll unterstützt werden kann.

Diese Ausschnitte werden kleinschrittig in der Beratung angeschaut, um die Kraft der Bilder zu nutzen. Die Wirkung des eigenen Handelns kann auf diese Weise intensiv erkannt und verinnerlicht werden. Durch das wertschätzende Vorgehen und das Herausheben von Stärken werden die Klienten ermutigt, positives, entwicklungsförderndes Verhalten gegenüber sich selbst oder im Kontakt mit anderen öfter zu zeigen. Sie können ihre eigene Goldmine entdecken.

In der Regel besteht die videogestützte Beratung zu einem Anliegen aus mind. 3 Terminen. Dafür bildet jeweils ein neuer Film die Grundlage. Diese kurzen Filme drehen Sie idealerweise zu Hause und stellen sie der Marte Meo ®Therapeutin (z.B. per Stick) zur Analyse zwischen den Beratungsterminen zur Verfügung. Es ist auch möglich, dass Videos in der Praxis gefilmt werden.

Bei weiterem Informationsbedarf wenden Sie sich bitte an unser Büro.

 

Entwickelt wurde diese Methode in den 80er Jahren in Holland von der Pädagogin Maria Aarts. Der Ursprung liegt in der Arbeit mit autistischen Menschen.

Sie lehrt und arbeitet bis heute in der ganzen Welt.

Inzwischen wird die Methode immer weiterentwickelt und in viele Kontexte übertragen.

Die Umsetzung findet durch Marte Meo®Practitioner in den Bereichen von Therapie, Kindergarten, Schule, Pflegeeinrichtungen und Wohnheimen statt.

Die Beratung für einzelne Personen wie Eltern, Kinder, ErzieherInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen, Pflegepersonal, Paare, u.a…… wird durch Marte Meo ® Therapeuten, Marte Meo ® ColleguetrainerInnen bzw. SupervisorInnen umgesetzt.

Spiegeltherapie

Die Rehabilitation der Arm- und Handfunktionen z.B. nach einem Schlaganfall stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Während sich die Funktionen des Beines meist relativ gut regenerieren, bleibt in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall der betroffene Arm a-funktionell. Unter anderem darum werden neue Therapiemethoden wie z.B. Video- oder Spiegeltherapie wissenschaftlich erforscht. Spiegeltherapie ist eine relativ einfach auszuführende, neue kognitive Therapiemethode, die auf verschiedene Krankheitsbilder anwendbar ist. Hierzu gehören der Schlaganfall, (Phantom)schmerzen nach Amputationen, das Sudeck-Syndrom und andere  periphere Schmerzzustände. In mehreren klinischen Studien wurde bereits ein positiver Effekt der Therapie nachgewiesen.

Nähere Informationen auch unter: http://www.spiegeltherapie.com

Therapie nach Amputation und Prothesenversorgung

In der Ergotherapie wird begleitend zur Prothesenversorgung  in enger Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und Therapeuten, sowie dem Orthopädiemechaniker gearbeitet.

Das übergeordnete Ziel ist das Wiedererlangen der größtmöglichen Selbständigkeit im täglichen Leben!

Therapieschwerpunkte sind:

  • Stumpfabhärtung
  • Stumpfformung mittels Wickeln
  • Narbenbehandlung
  • positives Beeinflussen des Phantomgefühls
  • Erhalt und Förderung der Beweglichkeit umgebender Strukturen
  • Kräftigung der Muskulatur als Ausgangsvoraussetzung zum Tragen und Ansteuern einer Prothese
  • Prothesengebrauchsschulung
  • selbständiges An – und Ausziehen der Prothese
  • gezieltes Ansteuerungstraining mit Prothese
  • Training differenzierter Bewegungen und Kraftdosierung (Geschicklichkeit und Reaktion)
  • Alltagstraining (Essen, Anziehen, Haushalt etc.)
  • Hilfsmittelberatung, -entwicklung, oder- Adaption, sowie das Üben des Gebrauchs
  • Berufsspezifische Beratung und Training beruflicher Tätigkeiten

Prothesentraining nach

  • Amputation durch Unfälle
  • Amputation bei Erkrankungen
  • angeborenen Fehlbildungen

Craniosacrale Therapie

In der Craniosacral Therapie arbeitet der/die TherapeutIn mit kaum wahrnehmbaren Manipulationen im Bereich von Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein.
Er/sie arbeitet im Einklang mit körpereigenen Selbstregulierungsmechanismen und unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Eine Vielzahl von Erkrankungen wie z. B. Kopfschmerzen, Nervenirritationen im Bereich der Wirbelsäule oder auch psychosomatische Erkrankungen lassen sich mit der Craniosacral Therapie erfolgreich behandeln.

Tiergestützte Therapie

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die tiergestützte Therapie positiv auf den Gesundheitsprozess eines Menschen ausweitet. Das Tier dient nicht als therapeutisches Allheilmittel, sondern er kann nur in enger Zusammenarbeit mit seinen Menschen (als Team) seine Aufgabe optimal erfüllen. Der Therapiebegleithund wird im Gegensatz zu einem Besuchshund speziell ausgebildet und geprüft.

Ein paar beispielhafte Therapien oder Ideen:

  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Verbesserung von Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie     Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Erreichen einer positiven Grundstimmung

Bei der Arbeit in der Gruppe:

  • fördert Teamwork
  • hilft neue Herausforderungen zu bieten
  • beschäftigt und festigt die Gruppe

Bei der Arbeit mit dem Tier steht nicht das Problem des Patienten, sondern das Tier im Vordergrund. Es ist höchst motivierend, wertet nicht und lässt die eigenen Schwierigkeiten für eine Weile vergessen.

Wir haben ein neues Therapiebegleithund -Team

Kerstin Ohletz und Monty sind unser neues Therapiebegleithund-Team

Zusammen haben sie die Ausbildung der Steinfurter Pädagogik „Therapiebegleithundmethode“ nach den Richtlinien des TBD e.V. (Berufsverband der Therapiebegleithunde Deutschland e.V.) gemacht.
Weitere Teams:

Marcus Weber mit Levi

Nicol Osse mit Lani (z.Zt. in Elternzeit)

Sensorische Integration

Sensorische Integration ist die Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen aus der Umwelt und aus dem eigenen Körper. Dazu gehören Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen, sich bewegen und Bewegung spüren. All diese Sinnesreize werden im Gehirn miteinander verglichen, es wird Bekanntes erinnert, es werden Reaktionen und so Bewegungen, Sprache und Mimik entwickelt. Sensorische Integration ist ein normaler Vorgang, der bei jedem von uns ständig stattfindet. Jeder von uns hat also mit der Integration von Reizen zu tun. Und bei jedem von uns ist die Qualität von Bewegung unterschiedlich. Es gibt Kinder, die bewegen sich sehr geschickt, es gibt aber auch Kinder, die tollpatschig und ungeschickt sind, überall anstoßen, nicht gerne schaukeln und dabei wird ihnen schnell schwindelig oder schlecht. Manche Kinder haben große Probleme damit, angefasst zu werden oder selbst Gegenstände oder Materialien zu erfahren und zu untersuchen. Auswirken können sich solche Probleme auf z.B. Bewegungsqualität, die Handlungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, soziale Kontakte und Beziehungen, das Schreiben.
Die Sensorische Integrationstherapie will mit gezielten und spezifischen Reizsetzungen innerhalb bedeutsamer für das Kind alltagsgebundener Spielsituationen die Verarbeitung dieser Schwierigkeiten so verändern, dass die Kinder weniger Probleme haben und lernen, mit Problemen im Alltag umzugehen. Sie sollen lernen, ihre motorischen und emotionalen Handlungen besser an die Umwelt anzupassen.

Rahmenbedingungen

Die Therapie wird von speziell ausgebildeten Therapeutinnen durchgeführt. Sie wendet sich an Kinder vom Säuglingsalter bis zum Jugendlichenalter.

Unsere langjährig erfahrenen Kinder – TherapeutInnen sind ausgebildet in der Sensorischen Integrationstherapie nach Jean A. Ayres (Weiterbildung des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten – DVE -).

Kinder mit AD(H)S

Kinder mit den Symptomen einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) oder Hyperkinetischen Störung (HKS) sind in der ergotherapeutischen Praxis schon lange bekannt. Die Fortschritte der Forschung der letzten Jahre finden sich auch in unserer ergotherapeutischen Behandlung wieder.
Zu den Problemen der ADHS zählen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität, Probleme in der Handlungsplanung und Schwierigkeiten im Überblick von mehreren Dingen. Kinder mit einer ADHS konzentrieren sich kürzer als andere Kinder, sie sind ständig auf der Suche nach etwas Neuem, Interessantem und lenken so ihre Aufmerksamkeit schnell um. Sie fallen oft in sozialen Kontexten (Schule und Familie) auf.
Das alles hat Auswirkungen auf das Handeln des Kindes, auf das Zusammenleben in der Familie, auf den Tagesablauf, auf Freundschaften, auf das gesamte soziale Handeln, das Spielverhalten im Kindergarten und das Arbeitsverhalten in der Schule.

Wie sieht unsere ADHS-Behandlung aus?
Wir verstehen Ergotherapie als zielgerichtete Behandlung, die klientenorientiert die aktuellen Probleme des Kindes und der Familie in seinen Lebensumfeldern (z.B. Kindergarten, Schule) aufgreift, um dem Kind und der Familie konkrete Hilfestellung geben zu können, problematische Situationen zu verändern und anders zu gestalten.
Das Kind soll bei Tätigkeiten im Rahmen der Therapie so unterstützt werden, dass es diese auch in seinem Alltag zufriedenstellend ausführen kann. Diese Tätigkeiten können z.B. die Selbständigkeit, die Schule oder den Kindergarten betreffen. Um den Alltag gut bewältigen zu können, ist gerade für ADHS-Kinder die gezielte Hilfestellung bei der Entwicklung von Strategien ein wichtiger Bestandteil der Therapie.
Die Therapie kann sowohl als Einzel- als auch als Gruppenbehandlung erfolgen.

Unsere Ziele bei Kindern mit ADHS
Neben der spezifischen Verhaltensbeobachtung zur Unterstützung der ärztlichen Diagnostik, sehen wir die Verbesserung und Förderung von

  • Handlungskompetenz
  • Aufmerksamkeit
  • Impulskontrolle
  • Erregungszuständen
  • sozialem Handeln

Unsere Qualifikationen

Um diesen Kindern, aber auch ihren Eltern, noch besser gerecht zu werden, haben wir uns speziell weitergebildet. Sechs Kolleginnen aus unserer Praxis verfügen mittlerweile über umfangreiche ADHS-spezifische Weiterbildungen und haben Zusatzqualifikationen als ADHS-Therapeutinnen und ADS-Beraterin sowie als Trainerinnen des MKT (Marburger Konzentrationstraining) erworben. Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse über das Störungsbild, verhaltenstherapeutische Grundlagen, gruppentherapeutische Möglichkeiten und Elternberatung.

Grundsätzliches

Ergotherapie ist Teil eines multimodalen Therapiekonzeptes. Zusätzliche Therapien und Maßnahmen wie Elterntraining, familientherapeutische Maßnahmen, Psychotherapien, die Beratung von Kindergarten/Schule und/oder medikamentöse Behandlung sind i.d.R. notwendig.
Absprache und Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt sind dringend erforderlich
Ergotherapie kann bei ADHS gezielte Maßnahmen zur Verbesserung von: Handlungsfähigkeit, Arbeitsstrategien bei Unaufmerksamkeit und Impulsivität, sozialem Verhalten, sowie gezielte alltagsorientierte und ressourcenorientierte Beratung der Eltern anbieten.

Patienten mit chronischen Schmerzen

Patienten mit chronischen Schmerzen haben aufgrund langandauernder Schmerzen ein so genanntes Schmerzverhalten entwickelt.

Typische Kennzeichen:

  • ausgeprägte Schonhaltungen
  • Über- oder Unteraktivität
  • depressive Stimmungen,
  •  Ängste,
  • wenig Ausdauer und wenig Motivation,
  • erschüttertes Selbstbewusstsein
  • sozialer Rückzug
  • gestörte Handlungsaktivitäten
  • Schlaf-, Schwindel- und Appetitstörungen
  • vegetative Symptomen (z.B. starkes Schwitzen)
  • Einkommens- oder Arbeitsplatzprobleme bis hin zu deren Verlust.

Auch Patienten mit chronische Kopfschmerzen und Migräne werden von uns behandelt.

In unserer Praxis ermöglichen wir durch klientenzentrierte Angebote eine individuelle Problemerfassung in der Alltagsbewältigung der Patienten. So können gezielte Therapieschwerpunkte bzgl. der persönlichen Einflussnahme von Schmerz mit den Patienten gemeinsam erarbeitet werden.

Im Schmerzmanagement lernen die Schmerzpatienten Energie und Ressourcen langfristig so einzuteilen, dass sie sich weder unter- noch überfordern. Lerninhalt ist das ” activity pacing”. das bedeutet, Handlungen in kleine Tätigkeitsabschnitte zu unterteilen. Entspannung und Bewegung gehören mit zur Therapie.

Auch “HoBS” die Handlungsorientierte Beratung für Schmerzpatientenist ein Instrumentarium, um das individuelle, multidimensionale Schmerzerleben und -verhalten eines Patienten zu erkennen und ihn auf dieser Grundlage zu beraten. HoBS hilft dadurch den Betroffenen herauszufinden, welche Therapie für sie geeignet ist.

Grundsätzlich kommen hier psychosoziale und körperorientierte Behandlungsverfahren, wie wahrnehmungszentrierte, ausdruckszentrierte, kompetenzzentrierte und alltagszentrierte ergotherapeutische Methoden zum Einsatz, unter Berücksichtigung von klienten- und umweltbezogenen Kriterien

Neben der Einzeltherapie bieten wir auch Schmerzgruppen an.

In der Gruppentherapie werden die Therapiebausteine zusätzlich von gruppendynamischen Aspekten unterstützt. Die Gruppentherapie ermöglicht den Patienten im geschützten Rahmen sich in Beziehung zu anderen Menschen zu setzen, sich in der Geber- und Nehmerrolle zu erfahren und nicht zuletzt die Eigenwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung abgleichen zu können.
Für viele Patienten ist dies ein erster Schritt sich wieder in soziale Bezüge zu begeben und sich darin zu überprüfen, ob die gewohnten Verhaltensmuster Bestand haben oder einer Veränderung bedürfen.

Statischer und dynamischer Schienenbau

In unserer Praxis gibt es Therapeutinnen, die sich besonders im Gebiet der Schienenherstellung weiter gebildet haben. Bei uns werden alle Arten von Schienen, sowohl statische als auch dynamische, angefertigt. Dies erfolgt auf Verordnung des Arztes.
Die Schienen werden individuell für jeden Patienten hergestellt und berücksichtigen die jeweilige Erkrankung oder Verletzung sowie die anatomischen Besonderheiten der Hand. Das verwendete thermoplastische Material wird im Wasserbad erwärmt und der Hand/dem Unterarm genau angepasst und mit Klettverschlüssen zum An- und Ausziehen versehen. Der Patient wird sorgfältig im Gebrauch seiner Schiene unterwiesen und kann sie sofort mit nach Hause nehmen.
Kontrolltermine sind, auch wenn keine parallele Therapie in unserer Praxis stattfinden sollte, unbedingt erforderlich um sie bei erwünschten Veränderungen im Gewebe neu anzupassen und Probleme im Gebrauch aufzufangen.
Die Schiene, die vom Patienten zu hause benutzt werden soll, dient damit zur Unterstützung der ergotherapeutischen und/oder krankengymnastischen Behandlung der Hand.
Je nach vorhandener Erkrankung oder Verletzung kann eine Schiene dazu dienen

  • Verletzte Strukturen zu schützen
  • Verkürzte Strukturen zu dehnen
  • Veränderungen in der Handstruktur und/oder -funktion zu verhindern
  • Bewegung ermöglichen/erleichtern

Hier einige Schienen:

Handgelenksstützschiene

Dient der Ruhigstellung nach/statt Operationen entweder zur entlastenden Lagerung bei Schmerzen/Entzündungen oder zum Schutz nach leichten operativen Eingriffen z.B. bei Synovektomien oder Entfernungen von Ganglien. Die Bewegungsfreiheit der Finger ist dabei gegeben.

Handlagerungsschiene

Werden in der Intrinsic-Plus-Position hergestellt, da dies die günstigste Position zur Ruhigstellung einer verletzten oder erkrankten Hand ist und Verkürzungen in den Kapseln der Fingergelenke verhindert. Diese Schiene kann z.B. bei der Eindämmung von post-operativen Entzündungen und starken post-operativen Schmerzen helfen.

 

Dorsale Kleinertschiene

Diese Schiene wird post-operativ zum Schutz der verletzten, langen Beugesehnen der Finger oder des Daumens verwendet. Wird sie korrekt und parallel zu den entsprechenden therapeutisch angeleiteten Übungen angewandt, können sekundäre Gelenkkontrakturen sowie ein Verkleben der Sehnen vermieden werden.

Daumengrundgelenkschiene

Wird zur Behandlung des Daumensattelgelenks und Daumengrundgelenk angewandt. Sie sind indiziert z.B. zur Entlastung bei Rhizarthrosen oder zur post-operativen Ruhigstellung bei Rupturen der Gelenkkapsel. Da diese Schiene den Daumen in Gegenüberstellung zum Zeige- und Mittelfinger bringt, kann sie bei peripheren Lähmungen auch als Funktionsersatz dienen.

Radialisschiene

Diese Schiene wird eingesetzt um bei Verletzungen des Radialisnervs die verlorenen Funktionen der Strecker des Handgelenks, der Fingergrundgelenke und des Daumens zu ersetzen, bzw. beginnende Muskelkraft besser zu nutzen und Überdehnung zu vermeiden.

Schwanenhalsring

Dieser Ring ist indiziert bei bestehender Schwanenhalsdeformität der Langfinger (z.B. bei Chronischer Polyarthritis)

Ulnaris Schiene

Diese Schiene ist indiziert bei distalen Läsionen des Ulnaris Nervs um die „Krallenhand“ zu verhindern, d.h. eine Verkürzung der intrinsischen Muskeln zu minimieren und eine bessere Greiffunktion der Hand zu erreichen.

Anti-Ulnardrift Spange

Die Schiene soll einer Abweichung ulnarwärts der Langfinger in den Grundgelenken entgegenwirken und den Metakarpalbogen unterstützen. Sie soll bei Aktivitäten im Alltag die eine kraftvolle Haltefunktion erfordern, getragen werden. Indiziert vor allem bei Chronischer Polyarthritis.

 

 

Unter Handtherapie versteht man die Rehabilitation von Menschen mit traumatischen, angeborenen oder degenerativen Erkrankungen der Hand und des Arms. Eine Spezialisierung in diesem Bereich erklärt sich durch die komplexe Anatomie der Hand, ihrer exponierten Lage, die zu mehr Verletzungen als in anderen Körperbereichen führt und ihrer großen sozial-wirtschaftlichen Bedeutung, denn ein beachtlicher Teil der Handverletzungen führt zu bleibenden Beeinträchtigungen und Berufsunfähigkeit.

häufige Diagnosen

  • Frakturen
  • Beuge- und Strecksehnenläsionen
  • Verbrennungen
  • periphere Nervenläsionen
  • Amputationen
  • Polyarthritis
  • Arthrosen (Polyarthrose, Rhizarthrose,….)
  • Kapsel-Bandverletzungen (Skidaumen, Kapselriss,…)
  • Dupuytren’sche Kontraktur
  • CRPS (Sudeck)
  • Carpaltunnelsyndrom
  • Gelenkersatz

Das Ziel der Handtherapie ist es, durch gezielte Maßnahmen mögliche Begleiterscheinungen zu verhindern, frühstmögliche Mobilität zu fördern und die ursprüngliche Funktion der Hand wieder herzustellen. Wo dies nicht vollständig möglich ist, werden Lösungen mit und für den Patienten erarbeitet, um ihn im Alltag und Beruf wieder handlungsfähig werden zu lassen.

In unserer Praxis arbeiten mittlerweile drei Handtherapeutinnen, die sich im Bereich der Handtherapie ausgiebig fortgebildet haben und bereits über langjährige Berufserfahrung verfügen. Dazu gehört ein umfassendes Verständnis der Anatomie und Physiologie der Hand, Kenntnisse über chirurgische Eingriffe und die entsprechenden Nachbehandlungen sowie die Anwendung gezielter ergotherapeutischer Maßnahmen um eine bestmögliche Funktion zu erreichen. Im Rahmen der ergotherapeutischen Behandlung ist es teilweise auch erforderlich, statische und dynamische Schienen aus thermoplastischem Material anzufertigen.

Weitere Information über Handtherapie finden Sie unter DAHTH.de

 

Gruppenangebot bei beginnender Demenz

Patienten mit Verdacht auf Demenz oder beginnender Demenz nehmen ihre Einschränkungen und die damit verbundenen Alltagsschwierigkeiten oft nicht wahr, bzw. sie versuchen diese Einschränkungen zu überspielen. Die Bereitschaft zur Mitarbeit gerade in der Einzeltherapie ist aus diesen Gründen häufig nur eingeschränkt möglich. Die Fokusierung auf die eigenen Person wird von den Patienten in der Therapiesituation leicht als Bedrohung wahrgenommen. Dies verhindert, dass sich vorhandene Leistungen und Fähigkeiten entfalten können. In einer Gruppe löst sich dieser Druck auf.
Inhalt der Gruppentherapie, auf 10 Therapiestunden konzipiert ist:

Kognitives Training ( Gedächtnistraining): ein gesundheitsorientiertes Training zur Verbesserung und Erhaltung kognitiver Funktionen wie der Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung, des Denkens, des Gedächtnisses und der Sprache (mit Fragestellungen und Inhalten aus dem täglichen Leben)
Psychomotorisches Training: mit Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, der koordinierten Bewegungen, des Gleichgewichtes und der Beweglichkeit wird dem Verlust von körperlicher Selbständigkeit (Sturz; Verletzungsgefahr;) entgegen gewirkt. Zusätzlich unterstützt dieses Training laut SimA Studie das kognitive Training.
Alltagsaktivitäten: zur Erhaltung und Förderung der Handlungskompetenzen des Patienten im Alltag.
Angehörigenberatung (in der Regel ohne Patienten): Ein wesentliches Element zur Erhaltung einer nachhaltigen Wirkung der Therapie im Alltag ist die Mitarbeit der Angehörigen. Die Beratung orientiert sich an aktuellen Themen der Angehörigen. Gemeinsam werden Möglichkeiten erarbeitet schwierige Alltagssituationen zu meistern und eventuell eingefahren Verhaltensmuster neu zu organisieren.
Ziele:
Verbesserung und Erhalt der kognitiven Fähigkeiten
Auseinandersetzung mit der Erkrankung
Psychische Stabilisierung und Stärkung des Selbstvertrauens
Verbesserung und Erhalt der Orientierung zu Raum und Zeit
Erhalt der Alltagskompetenzen und der Selbstversorgung
Erhalt der Sozialkompetenz
Ritualisierung von Alltagshandlungen
Organisatorische Hinweise:

Für die Gruppentherapie wird eine Heilmittelverordnung über 10 psychisch-funktionelle Gruppentherapien aus der Diagnosegruppe PS 5 benötigt.
Im Vorfeld ist es jedoch erforderlich, dass der Patient mindestens 3 Einzeltherapien psychisch-funktionell verordnet bekommt. Im Rahmen der Einzeltherapie wird zunächst eine individuelle Befundung, eine Biographiebogen und ein Zielverereinbarung mit dem Patienten und ggfs. mit dem Angehörigen erstellt. Erst dann kann die Zuordnung in eine geeignete Gruppe erfolgen.

Hirnleistungstraining

Ein Hirnleistungstraining (neuropsychologisch orientierte Behandlung) dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.
Insbesondere werden Leistungen angeboten:

zur Verbesserung und Erhalt kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis sowie Handlungsplanung und Problemlösung
zum Erhalt der Grundarbeitsfähigkeiten
zur Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen

In unserer Praxis wird das Hirnleistungstraining speziell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Es kann sowohl mit gezielten Computerprogrammen, als auch mit Arbeitsblättern und Therapiematerialien durchgeführt werden.

Ein wichtiges Medium ist auch das Training mit Alltagssituationen und -sequenzen.

Im Bereich der Geriatrie werden von unserer Praxis auch spezielle Formen des Gedächtnistrainings und der Tagesstrukturierung angeboten.

Das Castillo Morales®-Konzept

Es handelt sich hierbei um ein ganzheitliches umfassendes neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsenen mit sensomotorischen, kommunikativen und orofacialen Störungen.
Basierend auf der Neurophysiologie ist dieses Konzept geprägt von der Anthropologie Lateinamerikas. So basiert die Behandlung auf dem Respekt vor dem Anderen, das Vertrauen in seine Fähigkeiten und das Unterstützen in seinen Stärken.
Durch eine frühe Aufrichtung/Vertikalisation (der normalen Entwicklung folgend) kommt es zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Kommunikation, visueller Wahrnehmung und der Motivation. Dies stellt auch eine Besonderheit dieses Konzeptes dar.
Ein besonderer Schwerpunkt im Konzept liegt im orofacialem Bereich (orofaciale Regulationstherapie). Dieser wird und kann allerdings nie isoliert betrachtet werden. Die Basis liegt in der ganzheitlichen Sichtweise.
Seit 1991 sind Mitarbeiterinnen unserer Praxis in diesem Konzept ausgebildet.
Es besteht ein enger Kontakt zur Castillo Morales Vereinigung e.V.(hier gibt es weitere Informationen).

Hintergrund

 

Entwickelt wurde das Konzept von

Dr. Rodolfo Castillo Morales,

argentinischer Rehabilitationsmediziner und ehem. Leiter eines neurologischen Rehabilitationszentrums in Cordoba/Argentinien.

Rahmenbedingungen

Von grundlegender Bedeutung ist ein enges Zusammenarbeiten mit den Eltern bzw. der Bezugsperson, um so schwerpunktmäßig an den alltäglichen Bedürfnissen zu arbeiten, die Selbständigkeit des Patienten zu fördern und die Eigeninitiative zu wecken und zu stärken.

Kognitiv-therapeutische Übungen nach Professor Perfetti

Professor Perfetti geht davon aus, dass eine Rehabilitation nichts anderes ist, als ein Lernprozess unter pathologischen (krankhaften) Bedingungen. Bewegungsfähigkeit wird nur dann zur Zufriedenheit wiederhergestellt, wenn sie in einem Zusammenhang mit kognitiven (geistigen) Prozessen gesehen werden. Die kognitiven Prozesse, die bei einer Bewegung im Gehirn ablaufen, sind für die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Je besser es gelingt, die kognitiven Fähigkeiten wiederherzustellen, desto besser ist auch die Bewegungsfähigkeit und die Bewegungskontrolle.

Übungen mit geschlossenen Augen unterstützen den Lerneffekt.

Diese Erkenntnis wird in die Rehabilitationsübungen mit eingebaut, indem versucht wird, das Bewusstsein aktiv die Kontrolle über die körperlichen Feedback-Mechanismen ausüben zu lassen. Die Betroffenen führen die meisten Übungen mit geschlossenen Augen aus. So werden der Tastsinn und die Tiefenwahrnehmung angeregt, die bei der Organisation von Bewegungen eine sehr wichtige Rolle spielen.

Betroffene müssen Veränderungen mit den Sinnen wahrnehmen.

 

Bei den Übungen mit geschlossenen Augen nimmt der Therapeut z.B. Verlagerungen des Körpers vor. Der Betroffene muss dann mit geschlossenen Augen wahrnehmen, was der Therapeut getan hat.

Oder der Betroffene muss die Eigenschaften von Materialien oder Figuren erkennen.

Hintergrund

Das kognitiv therapeutische Konzept nach Professor Perfetti ist ein neurophysiologisches Verfahren und wurde für Patienten mit Zustand nach Apoplex entwickelt. Der italienische Professor Calo Perfetti, Facharzt für Neurologie und Leiter eines Rehabilitationszentrums in Italien, war mit den Ergebnissen der bisherigen Behandlungsmethoden nicht zufrieden. Seiner Ansicht nach wurde in der Therapie zu wenig Wert auf die aktive Aufmerksamkeit des Patienten und das Ziel der Bewegung gelegt. Anfang der siebziger Jahre begann er mit der Entwicklung seines Konzeptes, das sich nach wie vor noch in der Weiterentwicklung befindet.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne bildgebende Verfahren sind die Grundlage für sein Konzept, welches sich an der physiologischen Funktionsweise des Gehirns und den diversen Möglichkeiten der Reorganisation orientiert.

Bobath-Konzept bei Kindern

Die neurophysiologische Arbeitshypothese von Bobath besteht in der Annahme, dass die Beeinträchtigung von Kindern mit zerebraler Bewegungsstörung vor allem durch die gestörte Haltungskontrolle gegenüber der Schwerkraft verursacht ist. Die ganzheitliche Sichtweise betont das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit und nicht als Objekt mit isolierten Funktionsausfällen und Defiziten. Dabei wird der Motorik eine zentrale Bedeutung in der Gesamtentwicklung des Kindes beigemessen. Bewegung erfordert keine isoliert reagierenden Muskeln oder Muskelgruppen, sondern eine Koordinationsleistung des Gehirns. Motorisches Lernen kann nur im täglichen Handeln des Kindes erfolgreich sein.
Die kindliche Entwicklung wird durch eine ständige Anpassung von Sensomotorik, Neugier- und Kognitionsverhalten an die unterschiedlichsten Situationen gefördert. Neugierde, variierende Wiederholungen und Ausprobieren sind dabei die Voraussetzungen für flexible Handlungsstrategien. Der Alltag wird erobert, entdeckt und bewältigt, das Kind lernt Ursache und Wirkung zu erkennen sowie Zusammenhänge herzustellen.

(Entnommen aus dem Indikationskatalog für Ambulante Ergotherapie)

Weiter Informationen unter Bobathvereinigung